Das von der Stadt Karlsruhe im Rahmen der Klimapartnerschaft geschürte Corona-Solidarpaket unterstützt die ecuadorianische Partnerkommune im Kampf gegen das Corona-Virus.


Im Rahmen der Klimapartnerschaft hat die Stadt Karlsruhe noch 2020 ein Corona-Solidarpaket für die Partnerkommune San Miguel de Los Bancos in Ecuador geschnürt. Inzwischen sind die Gelder im Kanton angekommen und unterstützen bei der Umsetzung dringend notwendiger Hilfsmaßnahmen.

„Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir evaluiert, an welcher Stelle wir mit den Mitteln am effizientesten Hilfe leisten können“, erläutert Dirk Vogeley, Geschäftsführer der KEK. Der Großteil der Hilfsgelder wird benötigt, um medizinische Güter für das Personal in der Grundversorgung und den lokalen Gesundheitszentren zu beschaffen. Seit Januar ist die Zahl der Ansteckungen in Ecuador wieder deutlich gestiegen und die Behörden warnen vor einer erneuten Infektionswelle. Verschärft wird die Lage dadurch, dass es in Quito keine freien Intensivbetten mehr gibt. „Um die Situation in den Griff zu bekommen, müssen wir die Infektionsraten deutlich senken. Dafür benötigen wir dringend Masken und Schutzkleidung“, so Gustavo Araujo, Leiter der kommunalen Verwaltung in Los Bancos. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sind zudem eine große Informationskampagne und Tests für die Bürger*innen geplant.

Die Fördersumme von knapp 50.000 Euro wurde aus dem „Corona-Solidarpaket“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bewilligt, den Antrag dafür haben Karlsruhe und San Miguel de Los Bancos gemeinsam gestellt. Vor Corona haben die beiden Kommunen, deren Partnerschaft seit 2015 besteht, vor allem gemeinsame Projekte in den Bereichen Aufforstung, Abfallmanagement und Umweltbildung umgesetzt. Aktuelle Informationen über die Lage vor Ort sowie die Zahlen zum Infektionsgeschehen in San Miguel de Los Bancos veröffentlicht der Kanton auf seiner offiziellen Facebook-Seite.

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Unter Corona-Bedingungen gestaltet sich die Beratung unserer Stromsparhelfer*innen aktuell schwierig. Doch statt einfach abzuwarten, probieren sie neue Formate aus.


„Momentan sind leider gar keine Hausbesuche möglich“, erklärt der langjährige Stromsparhelfer Dirk Metzner. Bis Mitte Dezember konnten zumindest unter strengen Hygieneauflagen noch regelmäßig Vor-Ort-Beratungen stattfinden, doch inzwischen geht nicht einmal mehr das. So entstand aus der Not heraus ein neues Format: „Jede und jeder Interessierte kann sich zunächst am Telefon beraten lassen. Wir geben Tipps zum Energiesparen und vereinbaren einen Folgetermin vor Ort zum Einbau der Energiesparhilfen, der hoffentlich bald stattfinden kann“, so Dirk Metzner.

Doch insgesamt fällt die Bilanz für das Jahr 2020 besser aus, als die pandemiebedingten Einschränkungen vermuten lassen: Es fanden 140 Vor-Ort-Beratungen statt, bei denen unter anderem 1.430 Leuchtmittel durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt und 100 „stromfressende“, alte Kühlgeräte getauscht wurden. „In einem gewöhnlichen Jahr wären es zwar mehr als doppelt so viele Beratungen, doch trotzdem konnten wir durch das Projekt im Jahr 2020 insgesamt 296.217 kWh einsparen und dadurch 11,7 Tonnen CO2 vermeiden“, so Dirk Metzner. Mehr Informationen zum Stromspar-Check finden Sie auf unserer Webseite.

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Neue Kooperation zwischen Hirsch Reisen und dem Karlsruher Klimafonds: Künftig können Kunden des Karlsruher Reiseanbieters ihre CO2-Emissionen über die Klimaschutz-Projekte des Karlsruher Klimafonds kompensieren


Im Interview zwischen Stefan Simonis von Hirsch Reisen und reisezeitonline erfahren Sie wie Kunden ihre Reiseemissionen auf freiwilliger Basis kompensieren und so CO2-neutral reisen können.

Interview Nachhaltigkeit bei Hirsch Reisen

Aufmerksame LeserInnen des neuen Hirsch Reisebuches haben es schnell bemerkt: Ein bedeutendes Thema bekommt bei Hirsch in Zukunft mehr Raum. Gleich auf der ersten Seite wird dem Engagement für Nachhaltigkeit eine große Bühne gegeben. Was genau hat es damit auf sich? Warum gerade jetzt, wo sich andere Themen in den Vordergrund zu drängen scheinen. Wir haben bei Stefan Simonis, Leiter der Reiseveranstaltung und Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Hirsch Reisen nachgefragt.

reisezeitonline: Herr Simonis, wird der Hirsch plötzlich grün?

Stefan Simonis: Nein, nicht plötzlich. Schauen Sie sich unser Logo aus den 50er-Jahren an. Auch da war der Hirsch schon grün (lacht)!

Im neuen Reisebuch werben Sie damit gleich auf der ersten Seite – das war in der Vergangenheit nicht der Fall?!

Stefan Simonis: Naja, wir mussten uns nicht neu erfinden. Es entspricht dem gesunden Menschenverstand, sich rücksichtsvoll gegenüber Mitmenschen und Umwelt zu verhalten. Zuhause und auf Reisen. Nicht zuletzt wollen wir ja überall gern gesehene Gäste bleiben und wiederkommen. Auch wirtschaftlich ist es keine neue Erkenntnis, dass sparsames und ressourcenschonendes Handeln kaufmännisch sinnvoll ist. Insofern war Nachhaltigkeit für uns immer selbstverständlich. Wir sind ehrlich gesagt nicht auf die Idee gekommen, offensiv damit zu werben.

Die CO2-Kompensation ist aber neu.

Stefan Simonis: Ja. Wir sind der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Das Thema ist in der Gesellschaft angekommen. Gleichzeitig haben wir einen Partner gefunden, der uns überzeugt hat, dass das Geld seriös und effizient eingesetzt wird. Wir wollen ja kein „Greenwashing“ betreiben, sondern wirklich etwas bewegen […]

Zum vollständigen Interview „Nachhaltigkeit bei Hirsch Reisen“


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